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Du nimmst dir viel zu viel auf einmal vor

Meine Mutter hatte montags immer ihren Großkampftag im Haushalt. Es wurde das ganze Haus geputzt, Wäsche gewaschen, Kuchen gebacken und am Abend saßen wir drei Kinder dann noch im Wäschezuber. Den ganzen Tag war meine Mutter schlecht gelaunt – auch schon den Sonntag davor – und abends voller Frust, weil immer irgendetwas dazwischenkam und sie nicht fertig wurde.

Du sitzt gerade vor einem Berg von Papieren. „Heute schaffe ich alles weg, dann habe ich endlich meine Ruhe! Das dauert doch nur eine halbe Stunde!“ Real gesehen, wird das Stunden dauern und es wächst der Ärger, dass du dir wieder zu viel vorgenommen hast.

Du möchtest ein Projekt angehen, dich selbstständig machen oder etwas ganz Neues planen? Du hast aber unendlich viele To-Dos auf der Liste, die mit der Zeit eher mehr als weniger werden. Das Gefühl von Unzufriedenheit schleicht sich immer mehr ein und du schimpfst mit dir. „Eigentlich wusste ich es doch, dass ich es nicht schaffe.“

Warum tust du dir diesen Stress an?

Vielleicht überforderst du dich regelmäßig, weil du zu viel und alles zu schnell erreichen willst. Vielleicht sind deine Ziele so hochgesteckt, dass du sie nicht in der eingeteilten Zeit erreichen kannst.

Oder willst du dir selbst etwas beweisen: „Das schaffe ich leicht, ist für mich kein Problem“ und überschätzt dich dann dabei.

Vielleicht denkst du auch: „Augen zu und durch, das wird schon irgendwie klappen.“ Da ist dann der Wunsch, gern der Vater des Gedankens.

Die Lösung lauert überall

Ein Fehler, den viele Menschen machen, ist, ihre Kraft und die Zeit, die sie zur Erledigung benötigen, falsch einzuschätzen.

Wenn du ein schwieriges Projekt beginnst, solltest du zuerst einmal eine gute Planung und ein Gefühl dafür bekommen, wie lange du realistisch brauchst, um die einzelnen Arbeiten zu erledigen.

Die optimistischen Gedanken: „Ja, 30 Minuten, dann ist das erledigt„, entspringen oft der Hoffnung, dass eine unangenehme Arbeit schnell erledigt ist.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Arbeiten, die du nicht gerne machst, dauern oft viel länger. Und du würdest dich mit einer zu knappen Einschätzung noch zusätzlich unter Druck setzen, nur um deine eigenen Ansprüche zu erfüllen.

Suche dir eine Referenzzeit. Eine Zeiteinheit, die du aus deiner Erfahrung heraus einschätzen kannst. Zum Beispiel: Wie lange brauchst Du wirklich, um 10 Blatt Papier durchzulesen und zu sortieren. Wie lange brauchst Du vermutlich, um 10 Sachen wegzuräumen. Wie lange wird das Gespräch mit deiner Kollegin dauern? Referenzzeiten können deine Planungen genauer machen und dir auch mehr Sicherheit geben.

Das bedeutet auch gleichzeitig, dass du dir Puffer einbaust. Also Pausen und Zeitfenster für Unvorhergesehenes. Da legst du deine Erfahrung mit Störungen zu Grunde.

Sei freundlich mit dir!

Ich kenne das nur zu gut. Bei einem großen Vorhaben kämpfe ich mich auch täglich durch. Meistens vergesse ich diese 3 wichtigen Regeln:

  1. Gönne dir regelmäßig Pausen, in denen du dich mit völlig anderen Dinge beschäftigst.
  2. Deine Ziele sollten dich motivieren, aber auf keinen Fall unrealistisch und überfordernd sein. Versuch doch mal geduldig und liebevoll mit dir und deiner Entwicklung umzugehen.
  3. Lerne dich auch für kleine Schritte zu loben. Dabei darfst du auch immer wieder zufrieden mit dem Ergebnis sein.

Alte Geschichten

Passend zum Thema, dass du dir viel zu viel auf einmal vor nimmst, gibt es natürlich auch oft Erlebnisse und Ereignisse aus den Kindertagen. Vielleicht hast du dir auch so Sprüche anhören müssen wie „Langes Fädchen, faules Mädchen“, „Mach mal schneller, du bist zu langsam” oder so was wie „Sei nicht so faul, du brauchst zu lange.“

Du willst natürlich nicht faul oder langsam sein und versuchst heute, als erwachsener Mensch, immer noch zu beweisen, dass das nicht so ist. So verfallen wir dann mit unserer Art etwas zu tun oft ins Gegenteil.

Hilfreich ist tatsächlich, sich zu sagen, dass das Glaubenssätze aus Kindertagen sind. Du bist erwachsen und weißt, dass du es genau richtig machst und das richtige Tempo zum richtigen Moment findest. Du weißt, dass gute Arbeit Zeit braucht und handelst auch danach.

TODAY’S TOP FIVE

Während meines Neuseeland-Urlaubs fand ich in einem Schreibwarenladen einen Block für die fünf wichtigsten Dinge des Tages.

Das ist auch eine gute Idee: Die TOP FIVE will ich heute erledigen und dabei dürfen auch klitzekleine Aufgaben dabei sein.

Wenn du Unterstützung brauchst, schreib mir gern oder buche ein 1:1 Coaching unter https://www.margit-heuser.de/coaching/

Ich freue mich auf dich

Deine Margit

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